Wo wir stehen
Ein Blick auf den Projektstand

3 Monate sind vergangen und unsere ersten Verwirrungen („Was gehört alles zu Kommuninkationskultur?“, „Welche Faktoren wirken auf die Kommunikation?“, „Wo fangen wir eigentlich an?“…) haben sich inzwischen gelegt. Die grundlegende Literaturrecherche befindet sich kurz vor dem Abschluss und die besonderen Herausforderungen durch Covid-19 haben uns einen Schub zum Thema digitale Kommunikation beschert.

Die Phase #2 beginnt – jetzt geht es in die Praxis!

 

 

In den kommenden Wochen konzentrieren wir uns auf eine zweistufige Interviewreihe, die neben der Praxisorientierung auch der Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse dient. In 1-stündigen Gesprächen besprechen und diskutieren wir mit Experten und Gestaltern grundlegende Fragestellungen rund um die interne Kommunikationskultur.

Wollt ihr dazu einen wichtigen Beitrag leisten oder kennt jemanden, den wir unbedingt interviewen sollten – gebt kurz Bescheid!

Was uns bewegt
Wer ist verantwortlich für Kommunikation?

 

Kommunikation ist vielfältig, facettenreich, bunt, lebendig, manchmal frustrierend und entwickelt sich immer weiter. Ich kann mit Einzelnen oder Vielen – persönlich, schriftlich oder digital – kommunizieren. Bei all diesen Möglichkeiten stellt sich nicht nur im Unternehmenskontext immer wieder eine Frage – insbesondere, wenn in der Kommunikation etwas nicht optimal läuft:

 

„Wer ist eigentlich für die Gestaltung der Kommunikation verantwortlich?“

 

Unsere These:
Gute Kommunikation ist eine Gemeinschaftsleistung und liegt in Gemeinschaftsverantwortung

 

Ein Beispiel:

Kürzlich erreichte uns die Rückfrage „Was soll eigentlich dieser Blog?“. Eine klare Rückmeldung die verdeutlicht, dass wir Ziel und Hintergrund unseres Blogs nicht gut, oder nicht ausreichend kommuniziert hatten. Wäre die Rückfrage nicht gestellt worden, hätten wir diesen Kommunikationsmangel nicht erkannt und andere Besucher hätten sich vielleicht die gleiche Frage gestellt, nicht nachgefragt, und würden im schlechtesten Fall unseren Blog nicht weiter verfolgen.

Die Qualität der Kommunikation wird also erst durch Rückmeldungen, in diesem Fall das Spiegeln der Wahrnehmung der kommunizierten Inhalte, erzeugt.

 

Bezogen auf unsere Kommunikation im Projektteam bearbeiten wir diesen Aspekt jetzt bewusst: Neben der Vereinbarung jederzeit aktiv Feedback ans Team zu geben, haben wir regelmäßige Feedbackrunden zum Thema „Kommunikation im Projekt“ eingeführt. Besprochen werden die persönlichen Bedürfnisse und Erfahrungen ebenso wie externe Impulse für Strukturen, Technik und Arbeitsweisen. Daraus entstehen Ideen für unsere Arbeit im Team, die wir diskutieren, umgesetzen und festhalten.

Unser Ziel ist ein iterativer Verbesserungsprozess. Die Leitplanken sind Effizienz und Wohlbefinden.

Wir stellen fest, dass sich durch die gezielten Gespräche über unsere Kommunikation und deren Gestaltung in kurzer Zeit eine für uns positivere Kommunikationskultur entwickelt hat. Die Freiheit, Themen offen anzusprechen, zu diskutieren und zu hinterfragen, führt zu einer größeren Sicherheit und Klarheit im Team. Die daraus entstandene Entspanntheit spüren wir jeden Tag.

Ihr habt solche Erfahrung auch gemacht? Teilt sie mit uns und schreibt einen Kommentar!


Interessante Blog-Artikel:

Herr P aus H fragt: Was soll eigentlich dieser Blog?

Wissensgenerierung – lebendig, gemeinsam, agil

Vor 3 Monaten konnten wir endlich ins Projekt einsteigen und standen vor einem gedanklichen Berg an Ideen und Fragen. Es war jedoch offensichtlich, dass wir zunächst die inhaltlichen Grundlagen schaffen müssen und wollen. Die Frage „Was gibt es schon zur (digitalen) Kommunikationskultur?“ drängte sich geradezu auf. Wir möchten hier mit euch teilen, wie wir vorgegangen sind und wie wir als Team das Wissen jedes Einzelnen zu unserem gemeinsamen Wissen machen.

 

Der Start

Ein gemeinsames Brainstorming zu allen Begriffen, die unserer Meinung nach im Kontext mit Kommunikationskultur relevant sind und Aufteilung der Recherchetätigkeit auf die Teammitglieder.

Die Rechercheergebnisse haben wir per Excel in einer Literaturübersicht (aktuell 161 Einträge) inkl. Erfassung des Bearbeitungsstatus zusammengeführt und uns für die eigentliche Wissensgenerierung für OneNote als Hilfsmittel entschieden.

Es gibt somit ein OneNote-Team-Notizbuch in dem wir im Abschnitt „Literaturrecherche“ die wissenschaftlichen Erkenntnisse dokumentieren (dokumentiert). Dies ist noch Einzelwissen, auch wenn jeder im Team die Zusammenfassungen der anderen lesen kann.

Die Frage ist also: Wie machen/generieren wir aus Einzelwissen gemeinsames Team-Wissen? – Schaubilder, Mindmaps und gemeinsame Projektrunden sind die Antwort.

 

Im Detail sieht dies wie folgt aus

1. Der Themenverantwortliche bringt die Erkenntnisse zu seinem Thema in ein Schaubild, eine Mindmap oder eine andere grafische Form.

2. Der Themenverantwortliche stellt diese Grafiken im Team vor und erste Assoziationen, Fragen – schlicht alles, was uns einfällt – wird direkt ergänzend notiert.

3. Jedes Teammitglied nimmt sich bewusst Zeit und arbeitet in den Grafiken der anderen weiter, bringt neue Gedanken ein oder wirft Fragen und Thesen auf.

4. Der Zyklus aus Besprechung, Ergänzung und Bearbeitung wird regelmäßig wiederholt.


Das Ergebnis

Wir haben Themenexperten, einen großen geteilten Wissenspool und ein gemeinsames Bild und Wissen zu unserem Kernthema „Kommunikationskultur“.

 

 

 

Kommunikationsrebellen gesucht

Euch beschäftigt die interne Unternehmenskommunikation? Ihr habt besondere Kommunikationserfahrungen gemacht? Ihr seht auch einen Handlungsdruck und Verbesserungspotenzial in der Kommunikation? Oder Euch interessiert schlicht das Projekt?

Dann werdet ein Kommuniaktionsrebell!

 

Die aktuelle Krise positiv nutzen
Welche Kommunikationserfahrungen haben Sie gesammelt?

Die aktuelle Krisensituation hat unsere ursprüngliche Projektplanung und die ersten Schritte im Projekt auf den Kopf gestellt. Doch hat so eine Krise ja auch positive Aspekte – zum Beispiel für den Erkenntnisfortschritt unserer Forschung.

Das Thema digitale Kommunikation in Unternehmen könnte nicht aktueller sein und viele Unternehmen waren und sind gefordert Arbeitsweisen und Kommunikationsweisen ad hoc neu zu denken. Dabei blieb keine Zeit für eine sorgfältige Einführungsplanung, das Schulen der Mitarbeiter etc. – Sie mussten einfach handeln!

Nutzen wir also den daraus entstehenden Erfahrungsschatz und die unmittelbaren Anknüpfungspunkte für das Projekt!

Unterstützung wird belohnt

Schenken Sie uns ca. 10 Minuten Ihrer Zeit für die Beantwortung der folgenden Fragen, damit wir noch schneller und auch für Sie passende Ansatzpunkte, konkrete Methoden und leicht umsetzbare Handlungsanweisungen entwickeln können:

 

Umfrage:
Veränderung von Arbeitsweisen und Digitaler Kommunikation im Zuge der Corona-Krise

 

Die Daten werden anonym und ohne Möglichkeit der Rückverfolgung ausgewertet und die Ergebnisse anschließend in einer Gesamtauswertung dar- und zur Verfügung gestellt. Sollten Sie im Rahmen dieser Umfrage keine genauen Zahlen nennen können, geben Sie bitte einen Schätzwert an.

Vielen Dank, herzliche Grüße und bleiben Sie gesund,

Ines, Theresa und Oliver

Unser Projekt

Hier einmal kurz und knapp erklärt, was wir vorhaben:

Im Rahmen des “Förderprogramms Soziale Innovation – Projekte zur Arbeitswelt im Wandel” der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) – leisten wir im Projekt „Digitale Kommunikationskultur für kleine und mittlere Unternehmen“ einen grundlegenden Praxis-Beitrag für die Erschließung des Themenbereichs der veränderten Anforderungen an die Kommunikation innerhalb von Unternehmen in Zeiten des digitalen Wandels.

Unsere Ziele

Ausgehend von der Notwendigkeit der Digitalisierung von Unternehmen und der damit einhergehenden Veränderung der Kommunikationskultur, ist unser Ziel die Entwicklung eines Handlungsleitfadens – und von Methoden zur aktiven Gestaltung einer optimal angepassten Kommunikationskultur. Wir konzentrieren uns dabei auf eine unternehmensinterne Perspektive, beachten aber natürlich auch Wechselwirkungen von Digitalisierung in vor- und nachgelagerten Unternehmen, Behörden und bei Kunden.

Das Vorgehen

Um die gesetzten Ziele zu erfüllen, werden wir uns Schritt für Schritt in 6 Projektphasen der Definition, der Bewertung und schlussendlich der Veränderung der Kommunikationskultur in Unternehmen nähern.

 

In den ersten zwei Phasen werden wir uns, gemeinsam mit Partnern aus der Praxis, ausführlich mit den folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Wie lässt sich eine erfolgreiche und effiziente interne Unternehmenskommunikation charakterisieren?
  • Welche Anforderungen bestehen heute an die interne Unternehmenskommunikation?
  • Wie und in welchem Umfang wird die interne Kommunikationskultur von KMU durch die Digitale Transformation beeinflusst?

Einblicke in den aktuellen Stand des Projektes, Erkenntnisse und Ergebnisse der einzelnen Arbeitsphasen folgen regelmäßig.

Für einen ersten Eindruck lest hier weiter.